Superbude Relaunch

Hamburg, Germany

Vorneweg: unsere Superbude ist trotz intensivster Buchung superfrisch geblieben. Erst nach acht statt der branchenüblichen fünf Jahre war ein Update angesagt. Den Relaunch unseres Erstgeborenen in der Superbudenfamilie sind wir auch deshalb mit Stolz und Ehre angegangen. Zur Belohnung haben wir uns dabei noch ein Dreimeta-Special gegönnt. Bisschen Austoben muss möglich sein – wo, wenn nicht in der neuen alten Superbude!

Überarbeitung eines 2008 eröffneten Hostels in Hamburg

Der Kunde: Visionärer Hotelier mit Benchmark-Häusern

Die Superbude entstand im Gebäude einer ehemaligen Druckerei, die sich im Familienbesitz des deutschen Hoteliers Kai Hollmann befand. Kai Hollmann ist Inhaber der Hotelgruppe Fortune Hotels, die zu den größten privat geführten Hotelgruppenzählt. Mit Häusern wie Das Gastwerk, The George und den 25th Hours Hotels besetzt die Gruppe maßgebliche Positionen im Premium und Budget-Markt.

Die Aufgabe: Gestalterische Überarbeitung eines Hostels plus Freistilübung

Die „Superbude“ im Hamburger Stadtteil St. Georg hat sich vom Start weg zu einem der erfolgreichsten Hotels für Budget-Gäste entwickelt. Mit der Superbude in St.Pauli entstand bereits ein ebenso beliebtes Geschwister. Neben jungen Gästen, die auf schöne Weise sparen wollen, pilgern seit der Eröffnung 2008 auch betuchte Designbegeisterte nach St. Georg, um den rauen originellen Charme der Superbude zu erleben. Nach acht Jahren Dauerauslastung sollten nun Teppiche, Wände und Betten innerhalb des bestehenden Konzepts von uns erneuert werden. Außerdem erhielten wir Carte blanche für ein Zimmer, das wir völlig frei nach unseren Vorstellungen gestalten konnten.

Die Idee: Hafen und Straße in die Zimmer holen

Jedes Geschoss in der Superbude ist mit einer eigenen Farbe gekennzeichnet. Dieses farbliche Leitsystem wollten wir beibehalten, aber ganz neu interpretieren. Der Twist: Wir entschieden uns dafür, Materialien mit Hafenbezug zu verwenden und damit die Oberflächen im vorhandenen Farbkanon zu gestalten. Außerdem wollten wir das Superbuden-Prinzip der Umnutzung von Gegenständen zu Möbeln weiter ausbauen. Auch unsere Freiübung sollte das Thema Hafen aufgreifen, aber trotzdem in Material und Gestaltung eine Extrabude in der Superbude werden.

Die gestalterische Umsetzung: Blech an der Wänden, Druck auf dem Teppich, Möbel mit Streetstyle und eine Superkiste als Zimmer

Mit Trapezblech, das aus der Containerschifffahrt bekannt ist, verkleideten wir sämtliche Wände in den Fluren. Auch in den Zimmern tauchen die Trapezflächen wieder auf und verbinden damit die privaten mit den öffentlichen Räumen. In den jeweiligen Geschossfarben gestrichen sorgte das, ebenso wie die frisch gestrichenen Zimmer, sofort für ein deutliches Lifting der Superbude. Außerdem verlegten wir neue Teppichböden mit eigens designten Druckmotiven, die Trapezblechstruktur, aber auch Containerzeichen und abstrahierte Containertüren grafisch umsetzen. Den Lifestyle der Zielgruppe zitieren jede Menge Skateboards, die wir als Regalborde zweckentfremdeten und direkt an die Wand schrauben ließen.

Mit unserer Freiübung „Superkiste“ haben wir schließlich die Verbindung „Oberfläche, Kiste/Container/Hafen“ auf die Spitze getrieben: das Zimmer ist komplett mit OSB-Platten ausgekleidet ­– Decke, Boden, Wände, Möbel. In den integrierten Schlafkojen der Superkiste finden bis zu acht Personen gemütlich Platz. Im Vorbereich wird auf einem großen Sofa vor dem Fernseher gechillt. Wer will, zieht sich auf einen Happen oder einen Schluck an den zimmereigenen Bartisch zurück.

Der Erfolg: Neue alte Liebe

Von vielen sehnsüchtig erwartet, hat die Eröffnung nach dem Relaunch alte und neue Fans der Superbude begeistert. Superbude I ist heute erneut ein rundum frischer, ehrlicher Spaß und mit der Superbude II in St.Pauli auf gestalterischer Augenhöhe. Die Folge: konstant hohe Buchungszahlen, außerdem kommen jetzt noch mehr Gäste auf den Geschmack. Wir sagen nur: Superbude III ist in Planung.