Restaurant Mangold

Hamburg, Germany

Zum 10.Geburtstag des Hotels Gastwerk wurde auch das Restaurant Mangold neu gestaltet. Grundlage für das Konzept war der starke Eindruck des Backsteinbaus. Als Pendant gibt das Interior Design die passende Antwort: aus klassischen Materialien generierten wir einen neuen, überraschenden Look, der den Gästen einen anregenden Abend bei einem guten Essen verspricht.

Der Kunde: Hotelier Kai Hollmann engagiert sich als Gastronom

Kai Hollmann ist bekannt für eine Reihe impulsgebender Hotelkonzepte. Beim Relaunch seines Hotels Gastwerk dehnte er seinen kreativen Output auch auf die Gastronomie aus. Das Restaurant Mangold ergänzt die Idee von der perfekten Gastlichkeit in einem Gebäude mit Charakter und sichtbaren Lebensspuren.

Die Aufgabe: Gestaltung eines Restaurants in einem Designhotel

Das Hotel Gastwerk befindet sich in einer ehemaligen Lagerhalle für Kohle, die um 1870 als Teil eines Gaswerks gebaut wurde. Vor dem Relaunch war ein erstklassiges italienisches Restaurant ans Gastwerk angeschlossen. Jetzt sollte ein offeneres Küchenkonzept mit internationalem Ansatz umgesetzt werden. Bei der Gestaltung war insbesondere ein klarer Bezug zu der prägnanten Gebäudehülle mit ihrer frühindustriellen Architektur herzustellen.

Die Idee: deutliche Statements im Material

Der ursprüngliche Charakter des Bauwerks wird im Konzept von DreiMeta betont und durch Einbringung von Material aus der Industrie überhöht. Zugleich schaffen Stoffe und Bezüge mit edlen haptischen Qualitäten einen spannenden Gegensatz. Mit einem zentralen Mittelpunkt und der Separierung von Teilen des Gastraumes wird das Restaurant in Strukturen geteilt. Bei den Farben dominieren gedämpfte Töne, gebrochen von einigen klaren Akzenten wie Lila.

Die gestalterische Umsetzung: Authentizität in moderner Spielart

Unverputzte, denkmalgeschütze Klinkerwände waren als Raumelement unveränderbar gegeben. Diesem beinahe „rohen“ Charakter des Backsteingebäudes setzten wir Materialien entgegen, die auch in der frühindustriellen Zeit um 1870 Verwendung fanden. Haptik und Farben waren bei der Auswahl die Leitmerkmale, z.B. mit naturgegerbtem Leder, schlammgrünem Mohairsamt, patiniertem Messing, massivem gekalkten Eichenholz und rohem Stahl. Der alte Eichendielenboden wurde nur leicht aufgefrischt und geölt, um den ursprünglichen Eindruck zu erhalten. Die Gliederung des Raumes erschließt Funktionsbereiche: im Zentrum steht ein massiver klassischer Tisch, auf dem Zeitschriften und Zeitungen ausgelegt sind. Vier Stützen um den Tisch wurden als kaskadenartige raumhohe Kronleuchter ausgebildet und fügen sich damit zu einer Art goldenem Glockenspiel. Raumteiler aus Stahl und violett eingefärbten Glasscheiben zitieren die industrielle Geschichte des Gebäudes und separieren den Raum in einer selbstverständlichen Harmonie. In diesem Teil des Restaurants arbeiteten wir mit Mobiliar, das an die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts erinnert. Eine große Bar, auf der morgens das Frühstück angerichtet wird, verwandelt sich am Abend in eine Show-Cooking-Bühne.

Der Erfolg: anspruchsvolle Gestaltungals Pendant zum Essen

Das Mangold hat sein Qualitätsversprechen erfüllt. Es ist bekannt für die gastronomische Spitzenleistung und ein charaktervolles Ambiente. Das Design unterstreicht die Freude am Genuss durch edle und aufwändige Details, bildet aber gleichzeitig eine authentische Heimat für die internationale Vielfalt aus der Küche.