Förschner & Partner

Augsburg, Germany

Der „optische Zusammenschluss“ von Steuerberatern und Rechtsanwälten in einem neuen Gebäude kann ganz unterschiedlich aufgefasst werden. Spannend bei unserem Auftrag war die Bereitschaft des Kunden, bei aller gebotenen Seriosität ein modernes, nachhaltiges Image zu kommunizieren. Das führte zu schönen Ideen bei Materialien und Möblierung.

Der Kunde: Steuerberater und Rechtsanwälte lokal konzentriert

Mit dem Umzug in den Augsburger Sheridanpark kooperieren zwei etablierte Kanzleien mit rund 30 Mitarbeitern unter einem gemeinsamen neuen Dach. Die Steuerberater und Rechtsanwälte von Förschner&Partner können ihren Mandaten dadurch umfangreiche Beratungsleistungen auf kürzesten Wegen bieten.

Die Aufgabe: Natur aufnehmen, das Wertebild der Kanzlei sichtbar machen

Der langgestreckte Holzelementebau ist in zwei Geschosse mit zahlreichen Büro- und Besprechungsräume sowie Empfangsbereich und Mitarbeiterbereichen (Teeküchen, Lounge) gegliedert. Bereits in der ersten Konzeptionsphase der Innenräume war die Verwendung von Naturmaterialien angedacht – analog zum Baumaterial Holz. Zudem sollten die Werte der Kanzlei wie Qualität und Fachkompetenz in moderne Gestaltung umgesetzt und die funktionalen Prozesse bestmöglich unterstützt werden.

Die Idee: Ästhetik des Berufs über Oberflächen und Material vermitteln

Um den Charakter des Gebäudes zu betonen, setzten wir auf Akzente durch natürliche Materialien – zum Beispiel mit schön alterndem Kuper für Aktenschränke entlang der langen Innenwände. Die Materialien stehen zugleich als Metapher für die Tätigkeit im Haus, z.B. Kupfer als Hinweis auf Geldmünzen und damit auf die Branche der Bauherren.

Die gestalterische Umsetzung: Warme Materialien, kühle Kontraste, starke Einzelmöbel

Als vorherrschendes Material verwendeten wir weiß lasierte Fichte in Form von 3-Schichtplatten, die durch den Holzelementbau vorgegeben waren. Für eine gute Akustik und um nicht zu holzlastig zu werden, entschieden wir uns für einen Vinylbodenbelag aus nachhaltiger Produktion. Die Räume erhalten dadurch eine edle Anmutung, die vom Kupfer der Schrankwände noch verstärkt wird. Das brünierte Kupfer brachten wir auf Oberflächen in unterschiedlichen Teilungen und Tiefen auf, so dass eine bewegte Struktur entsteht. Die Büros der Rechtsanwälte sind durch filzbespannte Türen in kühlen Blautönen gekennzeichnet – einen Reminiszenz an die traditionelle Ausstattung von Kanzleien mit lautdämpfenden Stoffen. Auch in der Lounge kommen edle Wollstoffe zum Einsatz. Die Schreibtische sind mit dem Naturmaterial Linoleum belegt. Korkleisten an den Arbeitsplätzen bieten den Mitarbeitern Platz für Privates wie Bilder und Postkarten. Die Treppe zwischen den Stockwerken konstruierten wir mit einem elegant in die Wangen eingelassenen Handlauf. Ihre Stufen bestehen aus Stahlwannen, die mit Gussasphalt aufgefüllt und mit Teppich beklebt wurden. An der Empfangstheke laufen alle Fäden zusammen. Mit ihrer „kristallinen“ Form und einer durchgängig in Linoleum gehaltenen Oberfläche macht die Theke ihre Funktion als kompakte Zentrale deutlich.

Der Erfolg: Schöne Sachlichkeit beflügeltdie Arbeit

Dank der frühen Zusammenarbeit mit dem Architekten Frank Lattke konnten wir unsere Leitideen optimal umsetzen. Die durchgängige Verwendung des Farb- und Materialkanons schafft im ganzen Gebäude eine harmonische, helle Atmosphäre.  Beschäftigte und Mandaten sind vom Ergebnis angetan.