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Superbude 1 - St. Georg

Hamburg, Germany

Die Superbude I in Hamburg spricht mit einem dualen Konzept zwischen Hostel und Hotel eine erweiterte Zielgruppe an. Trotz der verkehrlich belasteten Lage konnte mit der authentischen, überraschenden Gestaltung ein interessantes und interessiertes Gästepublikum gewonnen werden.

Der Kunde: Visionärer Hotelier mit Benchmark-Häusern

Die Superbude entstand im Gebäude einer ehemaligen Druckerei, die sich im Familienbesitz des deutschen Hoteliers Kai Hollmann befand. Kai Hollmann ist Inhaber der Hotelgruppe Fortune Hotels, die zu den größten privat geführten Hotelgruppenzählt. Mit Häusern wie Das Gastwerk, The George und den 25th Hours Hotels besetzt die Gruppe maßgebliche Positionen im Premium und Budget-Markt.

Die Aufgabe: Gestaltung eines Hostels 

Zur strategischen Fortentwicklung des Fortune-Portfolios war eine neue Nutzung des Druckereigebäudes als Hostel geplant. Auch aufgrund der Lage zwischen zwei Hauptverkehrsachsen am Rand des Hamburger Stadtteils St. Georg bot sich dieses Nutzungskonzept an. Die Aufgabe für DreiMeta bestand in der Gestaltung der Zimmer sowie der öffentlichen Bereiche wie Lobby, Bar und Shop.

Die Idee: Mit flexibler Nutzung das Gästepotenzial erweitern

Neben der Nutzung als klassisches Hostel mit Mehrbettzimmern ermöglicht die Gestaltung eine überraschende Potenzialerweiterung. Einzelreisende, Pärchen und Familien nutzen die Superbude wie ein Hotel. Dazu lässt sich die Belegung der Zimmer mit Bad und WC flexibel anpassen. Stapelbare Betten vergrößern die Kapazität: aus Doppelzimmer entstehen mit wenigen Handgriffen 3- bzw. 4-Bettzimmer.  Damit bietet die Superbude mit 74 Zimmern Platz für bis zu 240 Gäste. Das Konzept für die öffentlichen Bereiche unterstützt den Hostel-Gedanken. Rezeption, Bar und Shop sind in einem Bereich zusammengefasst und können mit wenig Personalaufwand betreiben werden. Als Frühstücksbereich und zusätzlich zentraler Treffpunkt für die Gäste dient der Kitchen-Club. Am Mittag und Abend stehen dort Mikrowelle und Backöfen zur Verfügung. Ein Kino, ein Veranstaltungsraum und ein Gym erweitern das Serviceangebot. Die Gäste genießen einen Mix aus unkomplizierter Hostelübernachtung und den Servicevorzügen eines technisch optimal ausgerüsteten Hotels.

Die gestalterische Umsetzung: Referenz an die Hafenstadt Hamburg

Ziel der Gestaltung war eine kostengünstige Ausstattung der Superbude, die neben authentischem Charakter auch Originalität und zweckmäßigen Komfort für die Gäste garantiert. Dazu wurden lokaltypische Elemente eingesetzt, die in der Superbude in einem neuen Nutzenkontext stehen – wie Möbel aus Seilen und Europaletten oder Bierkisten einer Hamburger Brauerei als Hocker. Die Wahl authentischer Materialien setzt sich fort in Sofabezügen aus ausgemusterten Jeans oder in der Küchenzeile aus alten Überseekisten. Die Zimmer sind je nach Stockwerk individuell gestaltet. Ein Farbcode gibt die unterschiedlichen Ausstattungs- und Buchungskategorien an. Prinzip der Zimmergestaltung ist ebenfalls die Integrationbanaler Alltagsgegenstände und ihre Zweckumdeutung – so werden Gerüstbaurohre zu Kleiderstangen oder Waschtrommeln zu Nachttischen.

Der Erfolg: Gute Auslastung mit einer heterogenen Zielgruppe

Das unkonventionelle Nutzungs- und Gestaltungskonzept schöpft das Gebäudepotenzial bestmöglich aus. Mit seiner authentischen Materialien undder neuartigen Gestaltung spricht die Superbude I nicht nur das klassische Hostel-Publikum an. Als Gäste kommen auch zunehmend Geschäftsreisende und Städtetouristen jeden Alters, die eine kreative und kommunikative Atmosphäre schätzen.